Pressespiegel

Lindenhofschule beflügelt durch die DFB-Trikots

Lüdenscheid - Ganz im Stil der großen Vorbilder der Fußball-Nationalmannschaft und fast so gekleidet, waren es am Dienstag die Mädchen der Halveraner Lindenhofschule, die sich den Titel bei den Grundschul-Kreismeisterschaften sicherten. Durch einen souveränen 3:0-Erfolg gegen die Grundschule Menden sicherten sich die Mädchen den Wanderpokal.

Dabei spielten die Halveraner, die aufgrund der gleichen Trikotfarben auf Seiten der Mendener mit Deutschland-Trikots als Ausweichkleidung aufliefen, wie beflügelt durch ihre besondere Kluft von Beginn an stark auf. Schon nach wenigen Minuten führten die Halveraner auf dem Kunstrasen in Brügge-Winkhausen 2:0, bevor Menden per Foulelfmeter noch einmal die Chance auf den Anschlusstreffer hatte.

Doch die Mädchen aus dem Nordkreis vergaben den Strafstoß und kassierten im Gegenzug das 3:0 der Lindenhofschule, die damit ihren Titelgewinn vor Menden perfekt machte. Dritter der Endrunde, in der die drei Erstplatzierten aus den Vorrunden aufeinandertrafen, wurde die Katholische Grundschule Kilian (Iserlohn), die in der Finalrunde allerdings keinen Punkt mehr holte.

In der zweiten Platzierungsrunde, in der die Zweiten der Vorrunde die Ränge vier bis sechs ausspielten, behielt die Grundschule Sümmern die Oberhand, nachdem das Team aus Iserlohn im abschließenden Spiel 1:0 gegen die Martin-Luther Schule aus Plettenberg gewonnen hatte. Die Plettenberger ihrerseits landeten durch einen 4:0-Erfolg gegen die Grundschule Breitenhagen aus Altena auf Rang fünf vor den Burgstädtern.

Abgerundet wurde die Kreismeisterschaft durch die Platzierungsrunde für die Positionen sieben bis neun. Durch zwei zu „Null“-Siege setzten sich hier die Mädchen der Schule Auf der Wahr (Meinerzhagen) durch und verwiesen die Grundschulen Lösenbach (Lüdenscheid) und Hüinghausen (Herscheid) auf die weiteren Ränge.

Wie üblich erhielt bei der Siegerehrung jeder Teilnehmer eine Urkunde und die besten Teams einen Pokal. Für die Verpflegung an den Turniertagen, am Montag spielten bereits die Jungen ihre Meister aus, zeichnete die Jugendabteilung von TuRa Brügge um Hardy Jecksties und Dieter Engelblecks verantwortlich, die zudem den ausrichtenden Kreisausschuss für Schulsport als Schiedsrichter unterstützten.

 

 

 

Vogelpippi für die Würze

ALTENA ▪ Schiefe, schrille Töne, ein dicker Popo im Flicken-Outfit, der sich langsam rückwärts durch die Öffnung eines windschiefen Hexenhäuschen schiebt. Augenblicke später der erste Sichtkontakt mit der Hexe Mirakula (Beate Albrecht). Von Anbeginn an waren 180 Grundschüler vom Breitenhagen fasziniert und gefesselt. Die Schulgemeinschaft erlebte am Dienstag in der Aula das Kindertheaterstück „Hexenmus und Zauberkuss.“

Beate Albrecht (l.) gab die Hexe Mirakula. Mit ihr auf der Bühne: Rolande Beugré. ▪

© Bonnekoh

Beate Albrecht (l.) gab die Hexe Mirakula. Mit ihr auf der Bühne: Rolande Beugré. ▪

Bereits das zweite Mal war die Gruppe „Theater-Spiel“ aus Witten damit vor Ort. Einmal mehr durch Initiative von Angelika Wagner aus dem Fachbereich Jugend, zeigte sie auch jetzt in 50 Minuten ein Theaterstück für Kinder über Hexen, Fremdsein, Migration, Integration, Streit und Freundschaft. „Wir waren im vergangenen Jahr verhindert“, sagte Rektor Jörg Schlüter. Doch er hatte vom großen Erfolg vor Mühlendorfer-Grundschülern und Kindergartenkindern gehört. „Wir sind dankbar, dass wir das heute auch haben können.“

Zum Inhalt: Mirakula, die größte Hexe im ganzen Land, lebt seit 175 Jahren ein geruhsames Hexenleben. So soll es bleiben. Bis eines Morgens, ihr Zaubermus ist gerade angesetzt, die Hausarbeit verrichtet, Hexe Serpentina (Rolande Beugré) in die Ordnung platzt. Es wird sofort laut, bunt, chaotischer – und die fremde, englischsprechende Hexe, bringt alles durcheinander.

Als Mirakula mit grünlichem Gesicht, langer Nase und Hexenrock Spinne, Ratte, Huhn und Vogelpippi in ihr Hexenmus mischt, ekeln sich nicht wenige. Furios auch der weitere Verlauf, als Hexe Serpentina durch einen schief gegangenen Zauberspruch als zeternde Fremde auftaucht und sofort für Unbehagen sorgt.

Es ging um Fremdsein, um Krach, Streit, Versöhnung und Freundschaft. Mit enormer Spielfreude eroberten beide Schauspielerinnen die Herzen der Zuschauer. Die Mädchen und Jungen erlebten jede Menge Klaumauk, Wendungen und Überraschungen. Nicht alle Differenzen konnten die so unterschiedlichen Hexen bei ihrem Zusammenraufen beilegen. Aber, sie lernten, sich zu akzeptieren. Zwei unterschiedliche Temperamente fanden zueinander.

Für den furiosen Auftritt bedankten sich die Zuschauer zum Schluss lauthals. Zum rhythmischen Applaus und Gesang des Publikums tanzten die beiden Frauen in das Happy End. Rektor Jörg Schlüter: „Ein toller Morgen.“ ▪ Von Johannes Bonnekoh

 

 

Radfahrtraining für Kinder

ALTENA -  Radfahren will gelernt sein. Deswegen gehört entsprechender Unterricht auch an der Grundschule Breitenhagen zum Schulprogramm.

Volle Konzentration: Die Fahrt durch die Gasse ist eine der Aufgaben beim Fahrradparcours.  

© Bender

Volle Konzentration: Die Fahrt durch die Gasse ist eine der Aufgaben beim Fahrradparcours.

 

 

Gerne greift man dort auf das Knowhow externer Spezialisten zurück. Deshalb war der Motorsportclub Altena (MSC) jetzt auf dem dortigen Schulhof im Einsatz – und zwar mit dem ADAC-Fahrradparcours.

Rund 60 Kinder aller drei dritten Klassen machten mit, als es darum ging, Geschick auf zwei Rädern zu beweisen. Ob enge Gasse, Schrägbrett oder Slalom – die Jungen und Mädchen beherrschten ihre Räder schon sehr gut. Nur mit dem „Uhu“ hatten manche noch Schwierigkeiten. Der wurde an Station vier geübt, es ging um das richtige Verhalten beim Abbiegen. „Umdrehen, Handzeichen, Umdrehen“, bläute Heinz Wagener, MSC-Referent Verkehrssicherheit, den jungen Radfahrern ein. Gerade auf dieses richtige Verhalten beim Abbiegen achte die Polizei, bei der die Kinder im kommenden Schuljahr die Prüfung zum Fahrradführerschein ablegen sollen, sagte er. Am Samstag startet übrigens schon das nächste Fahrradturnier des MSC, und zwar wieder auf dem Breitenhagener Schulhof. An dieser Aktion im Rahmen des Kinderferienprogramms können alle Altenaer bis 15 Jahre teilnehmen. Ab 12 Uhr Uhr ist der Parcours zum Training freigegeben, um 13 Uhr erfolgt der erste Start. Gewertet wird in verschiedenen Altersklassen, die Teilnahme ist kostenlos. - ben.-

 

 

 

Klasse! Wir singen: „Wir sind wieder dabei!“

ALTENA - Wochenlang hatten sie geübt. Immer und immer wieder die Lieder im Klassenverband gesungen, zu Hause vorgetragen und dabei intensiv die Werbetrommel im Freundes-, Bekannten- und Verwandtenkreis gerührt. „Kommt mit, wir treten in der Westfalenhalle auf!“

Klasse! Wir singen - auch Evingser und Dahler Kinder waren in der Westfalenhalle mit dabei.

Samstag, 23. März, hatten rund 500 Altenaer Schülerinnen und Schüler, die von mehr als 300 Personen begleitet wurden, die Gelegenheit, zu zeigen, was sie sich erarbeitet haben. Sie füllten mit insgesamt 25 000 Kindern die Dortmunder Westfalenhalle beim NRW-Event „Klasse! Wir singen.“

Grundschüler vom Breitenhagen, aus Evingsen, Dahle und dem Mühlenberg und etwa 40 Mädchen und Jungen aus den unteren Klassen des Burggymnasiums waren dabei, als sich Gerd-Peter Münden mit: „Hallo Kinder, ich bin der Papa des Ganzen, also euer Trainer!“, vorstellte. Der Braunschweiger Domkantor hat das Singen in dieser Form „erfunden.“ „Es war ein tolles Erlebnis. Nein, ich möchte sogar sagen, es war überwältigend“, sagte Karlheinz Zündorf als Rektor der Verbundschulen Evingsen und Dahle. „Wir würden diese Aktion jederzeit wieder unterstützen und mitmachen.“

Lob dieser Art gab es auch von Jörg Schlüter, Rektor am Breitenhagen. „Sehen wir mal vom Verkehrschaos wegen der Creativa und dem Bundesligaspiel nebenan ab, es war einfach super! Sowohl die Kolleginnen, als auch Eltern, Geschwister und natürlich unsere Kinder fanden das ganze toll. Bei einer Neuauflage sind wir wieder dabei.“

Leider waren die „Motoren“ aus der Lehrerschaft an der Grundschule Mühlendorf und dem BGA verhindert beziehungsweise erkrankt. Aber auch von dort hieß es auf Anfrage: „Es war ein großartiges Erlebnis für alle Kinder und Begleiter.“

Beim Auftritt am Samstag trugen alle Kinder ihre „Klasse! Wir Singen-T-Shirts voller Stolz. Nach dem Warmsingen stimmten die „Großen“ aus der Sekundarstufe I des BGA das Lied „I like Flowers“ an und die Grundschüler folgten mit „Wir werden immer größer!“ Domkantor Gerd-Peter Münden selbst war so etwas wie der Chef im Ring der Westfalenhalle. Von seinem Podest in der Hallenmitte mahnte er zur Ruhe, gab Gesten vor und erklärte die Regeln: „nicht quasseln, nicht in die Kamera winken.“ Bei „Hey, Pipi Langstrumpf“, „Morning has broken“ oder „Die Tante aus Marokko“ ging das Publikum begeistert mit. Münden am Ende: „Ihr wart toll. Ich gebe euch allen eine Eins plus!“

von Johannes Bonnekoh

 

 

Phänomenta an der Schule, das macht richtig Spaß!

ALTENA - Wer nicht fragt, bleibt dumm? Das stimmte in den vergangenen Tagen an der Grundschule Breitenhagen nicht immer. Bei der Mini-Phänomenta galt vor allem: Selber ausprobieren und darüber nachdenken, das macht schlau.

An der Grundschule spielerisch Physik gelernt. Die Mini-Phänomenta kommt am Breitenhagen auch bei Eltern gut an.

© Bender

An der Grundschule spielerisch Physik gelernt. Die Mini-Phänomenta kommt am Breitenhagen auch bei Eltern gut an.

Von Thomas Bender

„Die Kinder werden dazu angehalten, sich die Dinge selber zu erklären“,sagten Ina Wälter und Susanne Brinker zum pädagogischen Konzept. Auf ihre Initiative hin kam die Mini-Phänomenta zum Breitenhagen. Vorher hatten die beiden Lehrerinnen eine Fortbildung besucht, die sie auf den Umgang mit den Experimenten vorbereitete. Dabei lernten sie: Es wird nicht beschrieben, was wann wo warum passiert. Noch nicht mal einen Namen haben die Stationen – den sollten die Kinder sich selber ausdenken und in ihre Forscherhefte eintragen. In denen werden auch alle anderen Eindrücke der Mini-Phänomenta festgehalten.

Natürlich steht Physik in der Grundschule sowieso auf dem Stundenplan – „das ist Bestandteil des Sachkundeunterrichts“, erklärten Wälter und Brinker. Ab so intensiv wie diesmal setzen sich die Kinder sonst nicht mit diesem Thema auseinander: Im Foyer und in den Gängen, überall Experimente – sehr diszipliniert seien die Kinder damit umgegangen, lobten die beiden Betreuerinnen. Klassenweise wurden die rund 200 Erst- bis Viertklässler durch die Ausstellung geführt und durften dort die einzelnen Sachen ausprobieren.

Am Freitag waren zum krönenden Abschluss die Eltern willkommen: Sie seien eingeladen, sich ein Bild davon zu machen, „in welch hohem Maße ihr Kind fähig und bereit ist, selbstständig zu lernen“, hieß es in der Einladung. Tatsächlich staunten manche Mama und mancher Papa nicht schlecht, mit welcher Selbstverständlichkeit der Nachwuchs sie zu den einzelnen Stationen führt und dort klar machte, wo’s jetzt langgeht: „Setz’ Dich jetzt ‘mal da hin und pass’ auf“, kommandierte ein junger Mann seinen Vater der natürlich brav gehorchte und sich entführen ließ in die Welt der Physik.

 

 

 

Schattenspiel in der Grundschule Breitenhagen

ALTENA - „...und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute!“ – Zart blau und gelblich braun leuchten die Leinwände, stehen damit in einem gewissen Kontrast zum behelfsmäßig abgedunkelten Foyer der Grundschule am Breitenhagen. 160 Augenpaare blicken Richtung Bühnen-Leinwände, warten auf das Grimmsche Märchen „Vom Fischer und seiner Frau“.

Bonnekoh

Friedrich Raad und Dimitri Lermann (vorne) vom Theater der Dämmerung aus Düsseldorf hinter der Bühne.

Das wurde vom Theater der Dämmerung aus Düsseldorf als Scherenschnitt aufgeführt. Theaterspieler Friedrich Raad macht vor dem 50-minütigem Spiel das jugendliche Publikum und die Lehrerinnen neugierig. „Wir beide, Kollege Dimitri Lermann und ich, benötigen gleich eure Hilfe: Lacht. Klatscht. Seit froh oder auch traurig. Ihr seid heute das Theater.“

Nur Augenblicke später lässt sich die ganze Schulgemeinde regelrecht verzaubern von den filigranen, wohl um die 60 Zentimeter großen Scherenschnittfiguren, die das grimmsche Märchen beleben. Vor wechselnden Hintergründen, je nach Stimmung detailverliebt ausgeschnitten oder minimalistisch angedeutet, agieren die Figuren über die Leinwände. Das Fischerpaar – rundlich und mit derben Gesichtszügen – provoziert gleich zum Anfang so manchen Lacher, wenn sich die Frau etwa am Po kratzt und umständlich auf einem Stuhl am Ufer des Meeres Platz nimmt.

Der auf hochdeutsch gesprochene Text zu den Bewegungen der Figuren und die pointierte Sprache von Friedrich Raad sorgen immer wieder für Lebendigkeit. „Mantje, mantje timpetee, Buttje, Buttje in der See“ – diesen Satz aus dem Munde des Fischer kannte am Breitenhagen jedes Kind und bei den anwesenden Lehrerinnen wird wohl so manche bei diesem Spruch an die eigene Kinder(märchen)zeit gedacht haben.

Als „Märchen von der Gier“ hatte Friedrich Raad das Stück angekündigt und als eine Art Analyse einer Ehe konnte, wer wollte, das Märchen am Donnerstag betrachten. Es zeigte kindgerecht den ständigen Konflikt zwischen Mann und Frau als eine Art Lehrstück vom Haben und Sein. Die Geschichte eines langweiligen Lebens als Fischer breitete sich hier aus, in dem ein desillusionierter Ehemann gedankenlos dem einfachsten Weg folgt, um Problemen aus dem Weg zu gehen. Auf der anderen Seite seine Frau, die niemals glücklich sein kann, mit dem, was sie hat. Als ihr Mann einen Butt fängt, der verzaubert ist und Wünsche wahr macht, werden die Bedürfnisse und Forderungen der Frau immer maßloser. Und der Fischer ist nicht in der Lage, Nein zu sagen...

Das Ende des Stückes war dann schon bedrückend und schlug den Bogen gekonnt zum hier und jetzt. Die im Eingangsbild leicht blau darstellte See erscheint nun dunkel, stinkend und faulig. „Die Gier hat es geschafft, dass unser Planet, das Meer, die Natur völlig aus dem Gleichgewicht kommen“, mahnten Raad und Lermann. Doch Ende gut, alles gut: Wenn Menschen begriffen, dass sie Teil der Natur seien und anschließend auch so handelten, dann habe der Planet, das Meer, die gesamte Natur eine Chance, so die Scherenschnitt-Theaterspieler.

Die Grundschule am Breitenhagen sei immer auf der Suche nach etwas, das sich vom üblichen Fernseh-Allerlei unterscheide. Dabei sei man durchaus bereit, Jahr für Jahr neue Wege zu beschreiten und auch Risiken einzugehen, sagte Rektor Jörg Schlüter. Er dankte ausdrücklich dem Kulturring der Stadt Altena, der die Aufführung erst möglich gemacht hat. Das Theaterstück habe sich wohltuend unterschieden.

von Johannes Bonnekoh

 

Kinder-Warnwesten machen I-Dötzchen „sichtbar“

ALTENA - Der MSC Altena als zuständiger ADAC-Ortsclub hat in dieser Woche an die Erstklässler der Altenaer Schulen Mühlendorf und Breitenhagen sowie in Nachrodt an der Grundschule Warnwesten verteilt.

Warnwesten helfen, Kinder besser erkennen zu können.

Warnwesten helfen, Kinder besser erkennen zu können.

Bei der Übergabe wurde in verdunkelten Räumen der Vergleich zwischen normaler Kleidung und den Westen demonstriert. Mit einer einfachen Taschenlampe beleuchtet, konnten die Kinder sehen, wie auffällig die Warnwesten im Dunkeln wirken, wenn sie angestrahlt werden. MSC-Verkehrsreferent Heinz Wagener weist ausdrücklich darauf hin, dass die Sicherheitswesten nicht nur für die Schulwege vorgesehen sind, sondern immer getragen werden sollten, wenn sich die Kinder in der Nähe einer Straße befinden. „Wenn wir hiermit einen Unfall vermeiden können, haben die Westen ihre Bestimmung erreicht, denn wir wollen mehr Sicherheit auf unseren Straßen!“ An die Eltern appelliert er: „Achten Sie darauf, dass Ihr Kind die Weste speziell in der kommenden dunklen Jahreszeit trägt“.

Weitere Aktionen, die das Tragen der Westen nachhaltig fördern sollen, sind geplant: So wollen die MSC’ler gelegentlich an den Schulwegen stehen und beobachten, wie sich die Schüler auf dem Schulweg verhalten und ob die Westen getragen werden.

Jährlich verunglücken in Deutschland rund 30 000 Kinder. Den kleinsten Verkehrsteilnehmern fehlt meist noch die Erfahrung im Straßenverkehr. Um auf Unvorhergesehenes zu reagieren, brauchen Sechs- bis Siebenjährige dreimal so lange wie Erwachsene.

Umso wichtiger ist es, dass die Kinder für die anderen Verkehrsteilnehmer sowohl tagsüber als auch bei Dunkelheit gut zu erkennen sind. Denn je früher sie gesehen werden, desto eher können Auto- oder Motorradfahrer vorausschauend reagieren und ihre Fahrweise anpassen. Und kleine Westenträger werden viel früher gesehen als Kinder ohne Sicherheitswesten – nämlich schon aus rund fünffacher Entfernung.

Alle Kinder, die in diesem Jahr eingeschult werden, erhalten zu Beginn der dunklen Jahreszeit ab Ende September leuchtende Sicherheitswesten. Die Stiftung „Gelber Engel” des ADAC, die Deutsche Post und die Bild-Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder” wollen die Schulanfänger im Straßenverkehr sichtbarer und damit sicherer machen. Unter der Schirmherrschaft des Bundesverkehrsministers Dr. Peter Ramsauer und des Präsidenten der Kultusministerkonferenz, Niedersachsens Kultusminister Dr. Bernd Althusmann, werden bundesweit rund 800 000 Schulanfänger mit eigens produzierten Sicherheitswesten ausgestattet.

Die Sicherheitsweste ist leuchtend gelb, an den Schulter- und Seitenpartien signalorange und mit so viel reflektierendem Material versehen, dass alle Normen für Sicherheitswesten erfüllt werden. Als besonderes Detail ist die eigens für die Aktion entwickelte Weste mit einer Kapuze ausgestattet. Diese macht die Weste noch attraktiver und trägt dazu bei, dass sie auch gerne getragen wird.

 



 

Königliche Gäste am Breitenhagen

ALTENA ▪ Ein königlicher Geburtstag ist am Donnerstag im Foyer der Grundschule Breitenhagen gefeiert worden. Dort war das rollende Theaterduo „Spunk“ aus Ottersberg bei Bremen zu Gast. Im Gepäck hatten die Schauspieler das Stück „Everyday Birthday“ (Jeden Tag Geburtstag). Die beiden Hauptfiguren Paul (Benjamin Harlan) und Dorothea (Annekatrin Stauß) sind Freunde.

© Keim

Eine Flasche „Saft“, Jahrgang 1865. Benjamin Harlan und Annekatrin Stauß scheinen sich zu fragen, ob die noch schmeckt. Mr. Bonfire (vorne  rechts.) wird gleich kosten. ▪

Jeden Tag spielen sie Dorotheas Lieblingsspiel „Queen Dorothy’s Birthday”, – und Paul muss immer den Diener geben, obwohl er doch selbst einmal König sein möchte. Da Queen Dorothy aus England kommt, muss natürlich Englisch gesprochen werden.

Und was wäre so ein Geburtstag ohne Geburtstagsgäste und Geschenke? Wie jeden Tag, so dürfen auch heute die Gäste Mr. Snowwhite, Lucy (die Nichte der Königin) und Mr. Bonfire auf gar keinen Fall an der königlichen Tafel fehlen, und wie immer haben sie ganz spezielle Geburtstagsgeschenke mitgebracht.

Diener und König Paul hat alle Hände voll zu tun, denn die drei anspruchsvollen Besucher sind so genannte Tischpuppen – und die müssen für die Queen zum Leben erweckt werden.

Aber dieser Geburtstag soll nicht ganz so verlaufen wie die anderen, die „Queen Dorothy“ gestern, vorgestern und vorvorgestern gefeiert hat. Denn heute will Paul einmal „King Paul”, der König von England sein. Dumm nur, dass er gar kein Englisch kann. Mit Hilfe eines Wörterbuchs aber hat er bald die ersten Vokabeln drauf, und dann heißt es: „only english.“

Die Grundschüler hatten sichtlich ihren Spaß an der ersten Spunk-Aufführung auf dem Breitenhagen. Das Theaterduo war von Englischlehrerin Angelika Büth „entdeckt“ worden. Und Schulleiter Jörg Schlüter bezeichnete den Auftritt als „gelungen.“ ▪ tk

 

 

Auf dem Breitenhagen wurde zünftig gefeiert

ALTENA - Zu seinem ersten Schulfest konnte der neue Rektor der Grundschule auf dem Breitenhagen, Jörg Schlüter, gestern viele Kinder, Eltern und Ehemalige begrüßen. Auch die zukünftigen I-Männchen waren im Vorfeld eingeladen worden.

Zum Auftakt sang der Schulchor, danach verteilten sich die Kinder an die vielen Spielstationen, die von den Eltern der Klassenpflegschaften organisiert worden waren. Rollenrutsche, Dosenwerfen, Bobbycar-Rennen, Gummistiefel-Schleudern, Balancier- und Geschicklichkeitsspiele und vieles mehr sorgten für gute Unterhaltung. Viel Spaß machte es den Schülern auch, Fotos der Lehrer mit nassen Schwämmen abzuwerfen.

Der Förderverein kümmerte sich um Grill, Getränke und die reichlich bestückte Cafeteria. Mit dem Erlös wolle man die Kasse des Vereins wieder auffüllen, aus der die neuen Spielgeräte auf dem Schulhof finanziert wurden.

Dicht umringt war auch der tierische Besuch, die Hunde von Lehrerin Nina Busbach. Die Elos „Kasimir“ und „Schnute“ und Nachwuchs „Bolle“ nahmen das Gedränge relativ gelassen, wie es sich eben für einen Schulhund gehört. ▪ sis


 

 

Schnute ist „Lehrer“ auf vier Pfoten

von Johannes Bonnekoh - ALTENA - Nina Busbach, Lehrerin an der Breitenhagener Grundschule, gibt es „nicht ohne“. Gemeint sind damit ihre beiden Elo-Hunde, Schnute und Kasimir, die jedes der fast 200 Schulkinder beim Namen kennt. Denn die quirligen Vierbeiner gehen auch am Breitenhagen zur Schule – als „offizielle Schulhunde“, wie die Grundschulpädagogin sagt.

Schnute gestaltet sogar aktiv den sonderpädagogischen Förderunterricht mit. Der „Lehrer auf vier Pfoten“ verteilt Blätter oder Schnute zieht Karten. „Die Kinder lieben den Hund“, erläutert Nina Busbach.

Neu ist das Experiment, Tiere beim Lernen als beruhigendes oder sogar motivierendes Element einzusetzen, nicht. Auch in Altena gibt es mehrere Schulen, die ihren eigenen „Schulhund“ haben.

Gleichwohl: Rektor Jörg Schlüter und sein Vize Peter Messing haben sich derart vom Charme der Elos verzaubern lassen, dass sie jetzt für ihre Familien je einen eigenen Vierbeiner angeschafft haben. „Die Welpen sind sogar mit Schnute und Kasimir verwandt“, erläutern die Pädagogen lachend.

„Wenn ich die Tiere mit in den Unterricht nehme, verlangt das von allen große Disziplin“, wird Nina Busbach ernst. „Es muss still sein, still werden. Die Kinder müssen auch auf die Hunde eingehen. Die sind zwar sehr familienfreundlich und sozial, aber gibt es zu viel Lärm, verlasse ich mit ihnen das Klassenzimmer. Das begreifen die Jungen und Mädchen ganz schnell.“

Auch die Elternschaft ist natürlich in das „Experiment“ tierische Lehrpersonen einbezogen worden. „Wer einmal Schnute oder Kasimir gesehen und erlebt hat, weiß, wie gut die Tiere mit den Kindern können und wie gut sie ihnen auch im Wortsinne tun“, schwärmt die Sonderpädagogin über ihre Schützlinge.

Schnute ist für die junge Frau „ein richtiger Motivator.“ Sein Temperament, aber auch sein Lerneifer, sporne ganz besonders Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf an, auch alles zu geben. Und während „Frauchen“ noch über den achtmonatigen Hund erzählt, hat der längst seine Nase unter einige Bänke gesteckt. „Tja, das muss Schnute auch noch lernen“, sagt Nina Busbach. „Da liegen keine Brote, auch wenn es vielleicht lecker riecht. Schnute, komm‘, jetzt ist Pause“, und der Elo trollt sich mit rollenden Augen in ihre Richtung, drückt die feuchte Nase in ihre Seite, ganz Charmeur eben.

 

 

„Die Sorgen und Nöte der Eltern verstehe ich gut“

von Johannes Bonnekoh ALTENA - Die letzten Auswüchse des sehr harten Winters 2009/2010 hat Jörg Schlüter „noch erlebt. Das war schon schwierig mit dem Auto hier hoch zu kommen“, sagt der Pädagoge. Seit Februar ist er neuer Rektor der Grundschule Breitenhagen und steht einem 12-köpfigen Team vor. „Ich bin hier wunderbar aufgenommen worden. Die Klima stimmt, auch die Zusammenarbeit mit Förderverein und Elternschaft klappt gut“, resümiert er die ersten Wochen seiner Tätigkeit am Ort.

Jörg Schlüter ist neuer Schulleiter an der Grundschule in Breitenhagen. ▪

© Bonnekoh

Jörg Schlüter ist neuer Schulleiter an der Grundschule in Breitenhagen. ▪

Der Hagener, der zuvor knapp acht Jahre in der Volmestadt Konrektor war, hat sich „ganz gezielt auf Altena beworben. Meine Schulrätin hat mir die Schule schmackhaft gemacht und ich muss sagen, mir ist noch jetzt unverständlich, dass die Leiterstelle so lange vakant war.“

Gemeinsam mit Peter Messing (Konrektor) bildet Schlüter die Schulspitze und kümmert sich um die „knapp unter 200 Mädchen und Jungen. „Ich bin verheiratet, habe selbst zwei Kinder im Grundschulalter und habe mir zur Maxime gemacht, den Schülern auch die Dinge des Alltags zu vermitteln. Ich glaube, weil ich selbst Kinder in diesem Schulalter habe, kann ich besonders gut die Sorgen und Nöte von Eltern verstehen“, sagt der Hobbysportler, der gern Basketball spielt. Zwar ist er für diese Sportart mit etwa 192 Zentimetern Körperlänge noch kein Riese, aber seinen „Kleinen“ kommt es manchmal eben doch so vor. „Ich bin Grundschullehrer geworden, weil ich gerne mit jungen Kindern arbeiten wollte. Es geht mir dabei – ich sagte es schon – nicht allein um die Wissensvermittlung. Kinder müssen sich im Leben zu Recht finden, das ist mir ein großes Anliegen.“

So ein kleines bisschen fühlen sich Schlüter und Messing schon als „Quotenmänner“ und so fügt er schmunzelnd an: „Neben neun Kolleginnen haben wir aber auch einen männlichen Hausmeister.“ Neue Wege gehen in der Erziehung der Kinder, dazu gehört auch, dass Förderlehrerin Nina Busbach mit zwei Elo-Hunden Unterricht macht. „Von Schnute, unserem Schulhund, habe ich jetzt einen Welpen bekommen. Unsere Kinder haben sich über Babette riesig gefreut“, sagt der Rektor.

Mit dem Team möchte er in Zukunft „die Schul-Förderkonzepte weiter überarbeiten und noch konstruktiver mit KiTas und Kindergärten zusammen arbeiten. Da ziehen alle Kollegen gut mit.“

 

 

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